Wespen

Wespen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeden Sommer dasselbe: Plötzlich wird beim Frühstück im Garten oder bei Kaffee trinken auf der Terrasse die Idylle durch heran schwirrende Wespen gestört, die sich ungerührt über Wurst, Fleisch und Süßes hermachen. Für die Insekten ist das nicht ungewöhnlich, schließlich brauchen sie Nahrung für sich selbst und für ihre Larven. Wer verschwendet schon Energie für das mühsame Jagen nach Fliegen und anderen Insekten, wenn man sich stattdessen auch an einem reich gedeckten Tisch bedienen kann? Viele Menschen reagieren dann über und versuchen mit heftigen Hand- und Armbewegungen die unerwünschten Besucher zu vertreiben, doch es ist eine ebenso natürliche Reaktion wenn Wespen, die das sofort als Bedrohung ansehen, auf ihre Instinkte hören und zustechen. (Übrigens stechen wie bei den Bienen nur die Weibchen der Wespen und die Männchen haben keinen Stachel.)

 

Oft sieht man Wespen auch, wenn sie an zumeist morschem Holz nagen, das sie zum Bau ihrer Nester benötigen. Wir wissen, dass die Tiere im Umfeld ihres Nestes besonders aggressiv sind und fühlen uns dann natürlich bedroht, wenn wir ein solches in der Nähe des Hauses oder im Garten entdecken.

 

Oft passiert es allerdings, dass manche sich schon bei wenigen Wespen so „bedroht“ fühlen, dass sie deshalb die Feuerwehr oder eine dafür zuständige Fachfirma verständigen, damit die Insekten umgesiedelt werden. Das geschieht aber nur, wenn eine besonders große Gefahr von den Nestern ausgeht, das kann zum Beispiel bei starken Allergikern der Fall sein oder bei einem Nest in einem Kinderzimmer.

 

Allerdings sind Wespen nützliche Tiere, denn sie fressen Blattläuse und andere schädliche Insekten, außerdem bestäuben sie Blüten in unserem Garten und sind Nahrung für Vögel und Hornissen, die streng unter Naturschutz stehen.

 

So gehen Sie mit Wespen richtig um

 

Zwölf Tipps zum richtigen Umgang mit Wespen:

 

  1. Am Kaffeetisch und beim Grillen: Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen.
  2. Nur zwei der acht heimischen Wespenarten stehen auf Süßspeisen und Fleisch / Wurst (Deutsche Wespe und Gemeine Wespe). Es ist sinnvoll Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nachdem Essen sollte der Mund bei Kindern abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.
  3. Nie direkt aus der Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken. Wespen können durch eine abseits stehende Flasche mit süßem Inhalt abgelenkt werden.
  4. Wespen werden von dem süßlichen Geruch von Parfum und Autan angezogen und fliegen gerne auf bunte Kleidung.
  5. Sind Wespennester in Hausnähe, bringt man Fliegengaze an Fenstern und Türen an. Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Wespen haben ein Langzeitgedächtnis!
  6. Bleibt man auf einer Distanz von 2-3 Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.
  7. Für Kleinkinder in der Nähe des Nestes Absperrung machen. Nicht barfuß laufen, da sich auch Nester in der Wiese befinden können.
  8. Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen bzw. diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.
  9. Wenn Holzverschalungen am Haus regelmäßig gepflegt und mit umweltfreundlichen Lacken angestrichen werden, wird das Holz nicht von Wespen zu Nistmaterial verarbeitet.
  10. Um Wespen, die sich ins Haus verirrt haben, wieder nach draußen zu bringen, wird ein Glas über die Wespe gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben.
  11. Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Nur die Königin überlebt und sucht sich einen anderen Platz zum überwintern. Man kann das Nest nun gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es "nach Wespe riecht".
  12. Wespennester in der Nähe von Kindern entfernen. Dafür keine Pestizide verwenden, sondern Wespennester nur von Experten entfernen lassen. Die untere Naturschutzbehörde bei ihrem zuständigen Landratsamt informiert über die Experten vor Ort.

 

 

Quelle: www.ffw-oschatz.de

 

Quelle: www.nabu.de