Sondersingnale

Sondersingnal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel zu häufig kommt es zu Fehlverhalten von Autofahrern, wenn sie während des Fahrens plötzlich Sirenengeräusche hören oder Blaulicht im Rückspiegel entdecken. Oft ist die erste Reaktion ein plötzliches Abbremsen, das nicht nur Auffahrunfälle verursachen kann, sondern auch den eigentlichen Zweck des Sondersignals gefährdet, denn so wird das Einsatzfahrzeug wahrscheinlich aufgehalten oder behindert. Genauso falsch wäre es wenn man zum Beispiel in eine Seitenstraße fährt, denn das Einsatzfahrzeug könnte ebenfalls genau dort abbiegen.

 

Es ist deshalb wichtig folgende Grundsätze zu beachte:

 

  • Sie müssen zuerst feststellen, aus welcher Richtung das Sondersignal kommt.
  • Sie sollten versuchen vorzuahnen, wohin der Einsatzwagen fährt.
  • Am besten fahren Sie an den rechten Fahrbahnrand, was sie durch einen gesetzten Blinker signalisieren.
  • Dabei sollten sie den Gegenverkehr beachten und ob auch ein schweres Fahrzeug, zum Beispiel ein Feuerwehrauto, die Straße passieren kann.

 

Manchmal bietet sich allerdings keine Möglichkeit um rechts zu halten. Wenn die Straße frei ist, dann kann es besser sein in diesem Fall sogar schneller zu fahren, denn dann wird die Straße nicht blockiert. Mit dem so entstandenen Vorsprung haben sie die Möglichkeit eine Stelle zu finden, an der sie am rechten Rand der Fahrbahn halten können.

 

Bei Stau auf einer Autobahn muss sofort eine Rettungsgasse gebildet werden. Wenn die Fahrbahn zweispurig ist in de Mitte, bei mehrspurigen Straßen zwischen der Überhohlspur links und der Fahrbahn daneben. Bei Missachtung dieser Regel kann es zu einer Strafe von 20€ kommen.

 

Um Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern Tipps zum richtigen Verhalten zu geben, wurde die Broschüre „Blaulicht und Martinshorn- was tun?“ vom ADAC, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hannover, der Landesverkehrswacht von Niedersachen und Polizeidirektion Hannover, entwickelt. Darin wird mit Hilfe von Piktogrammen das beste Verhalten in den am öftesten auftretenden Gefahrensituationen veranschaulicht und darüber informiert, wann und wer in diesen Situationen Sonderrechte beanspruchen darf.

 

Häufig kommt es zu Beschwerden, wenn nachts das Sondersignal eingesetzt wird, weil manche von den Geräuschen aufwachen und sich in ihrer Ruhe gestört fühlen. Das ist verständlich, aber die Einsetzung des Sondersignal ist keine freiwillige Handlung, denn die Feuerwehr darf nach §38 der Straßenverkehrsordnung nur wenn das Sondersignal eingeschaltet ist ihre Sonderrechte auf den Straßen beanspruchen und nur in diesem Fall können die Rettungsfahrzeuge so schnell wie möglich am Ort des Unglücks eintreffen. Auch dieses Gesetz soll vor allem die Verkehrteilnehmer schützen und Unfälle vermeiden, denn kaum jemand rechnet nachts mit einem Einsatzfahrzeug, das in Höchstgeschwindigkeit auf dem Weg zu einem Brand oder Unfall ist.

 

Deshalb sollten Sie Verständnis dafür haben darüber nachdenken, dass für sie auch einmal die Situation kommen könnte, in der Sie die Hilfe der Feuerwehr brauchen und jede Sekunde zählt.

 

 

Quelle: www.ffw-oschatz.de