Kindergefahren

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Kindergefahren

 

Vorsicht! Heiß!


Mit der Adventszeit werden auch die Wohnungen dekoriert und mit Kerzen verschönert. Doch gerade in Familien mit Kindern ist Vorsicht geboten. Verbrennungen und Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen bei Kleinkindern. Allein in Deutschland sind es jährlich etwa 7000 Kinder, die deshalb im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Gefahr lauert das ganze Jahr über: Brennende Kerzen an Kindergeburtstagen und offenes Feuer bei Grillfesten können ebenso Schäden hinterlassen wie zu heißes Badewasser oder offene Backofentüren. Adventskränze, Christbäume mit Kerzen und Silvesterknaller sorgen in der Weihnachtszeit für eine besondere Gefahrenquelle. Feuer übt auf Kinder eine besondere Anziehung aus, auch gefördert durch Verbote seitens der Eltern. Um Gefahren zu vermeiden, sollten Eltern  Kinder so früh wie möglich auf die Gefahren des Feuers aufmerksam machen sowie ihnen Regeln im Umgang mit Feuer und Kerzen beibringen.


 

Tipps zur Gefahrenvermeidung:


  • Kinder sollten nur unter Aufsicht Feuer entzünden dürfen. Dadurch wird die kindliche Neugier gestillt und sie lernen den richtigen Umgang mit Feuer.
  • Eltern können ihrem Kind beispielsweise zeigen, wie man Streichhölzer richtig entzündet und auspustet. In einem zweiten Schritt können sie eine Kerze anzünden.
  • Kinder sollten außerdem wissen, dass es sehr gefährlich ist, über brennende Kerzen zu greifen. In sicherer Entfernung oberhalb der Kerze kann man sich gemeinsam mit der Kinderhand der Flamme nähern, um deren Hitze zu demonstrieren.
  • Feuerzeuge und  Streichhölzer müssen kindersicher aufbewahrt werden und Wunderkerzen beziehungsweise Sternwerfer gehören überhaupt nicht in Kinderhände. Da sollte auch die Silvesterparty keine Ausnahme sein.
  • Kindern sollten frühzeitig die Notrufnummern kennen und wissen, was im Notfall zu tun ist.


 Folgende Faustregeln sind wichtig:


  1. Kinder nie mit brennenden Kerzen allein lassen
  2. Stellen Sie Kerzen nur dort auf, wo sie von Kindern nicht umgeschmissen werden können.
  3. Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Materialien wie Vorhänge, an Holzverkleidungen oder darüber liegenden Zweigen anbringen.
  4. Adventskränze auf einer nicht brennbaren Unterlage positionieren.
  5. Zugluft ist bei Kerzen zu vermeiden.
  6. Den Weihnachtsbaum gegen Umkippen sichern. Zudem sollten die Kerzen hier so angebracht werden, dass Äste und Weihnachtsschmuck von den Flammen nicht entzündet werden.
  7. Wenn der Weihnachtsbaum bereits sehr trocken ist, sollte man auf Kerzen und Wunderkerzen verzichten.
  8. Zur Sicherheit ein geeignetes Löschgerät bereitstellen.


 

Hilfe bei Verbrennungen:


Bei einer Verbrennung oder Verbrühung muss sofort gekühlt werden – mindestens zehn Minuten lang unter kaltem Wasser. Das Wasser sollte etwa 15 Grad Celsius warm sein, denn Eis oder Eiswasser führen anschließend zu einer stärkeren Durchblutung, so dass die betroffene Stelle noch mehr schmerzt. Zudem kann ein Kälteschaden entstehen. Ist es nicht möglich, die Wunde unter fließendes Wasser zu halten, kann man auch kalte feuchte Tücher, die nicht fusseln, auflegen und häufig wechseln. Später können bei kleineren Verbrennungen Gels die Wundheilung unterstützen.


Bei Verbrennungen ist es immer ratsam, sofort über den Notruf 112 den Notarzt zu alarmieren.


Faustregeln:


  • Es kommt auf schnelle Hilfe an!
  • Bei Brandwunden nur Wasser, keine Hausmittel  wie Mehl oder Öl anwenden
  • Kühlen mit lauwarmen Wasser (kein Kaltes-Unterkühlungsgefahr) und feuchten Tüchern (bis zu einer Stunde nach dem Unfall)
  • Danach Brandwunden (wenn möglich) steril abdecken
  • Bei Verbrühungen Kleidung rasch, aber vorsichtig entfernen
  • Brandblasen niemals öffnen! Infektionsgefahr!


 


Quelle: www.ffw- oschatz.de